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Allgemeines Künstlerinnen Statement

Meine Arbeiten bewegen sich in einem Zustand des Dazwischen — zwischen Kontrolle und Auflösung, Materialität und Immaterialität, Fläche und räumlicher Wahrnehmung. Ausgangspunkt meiner aktuellen Werkserie ist die intensive Auseinandersetzung mit Verdichtung, Schichtung und der Frage, wie sich Tiefe jenseits klassischer Räumlichkeit erfahrbar machen lässt. Entwickelt aus meinen früheren dreidimensionalen Arbeiten, verschiebt sich der Fokus zunehmend auf eine stille, fast entgrenzte Bildsprache.

Mich interessiert nicht das Dekorative, sondern die Präsenz eines Werkes als psychischer und räumlicher Zustand. Die Arbeiten eröffnen Zwischenräume, die sich einer eindeutigen Verortung entziehen — sie erinnern möglicherweise an Horizonte, atmosphärische Felder oder ferne Landschaften, ohne jemals gegenständlich zu werden. Vielmehr entstehen Räume zwischen Wahrnehmung und Erinnerung, zwischen innerer Projektion und physischer Oberfläche.

Die Werke folgen keiner narrativen Eindeutigkeit. Sie operieren in einem Spannungsfeld von Reduktion, Dichte und Stille und erzeugen dabei eine beinahe meditative Intensität. Mich interessiert der Moment, in dem ein Bild beginnt, sich dem rein Sichtbaren zu entziehen und eher wie ein Übergang wirkt — wie ein Fragment eines anderen Raumes oder einer nicht klar greifbaren Dimension.

Meine Arbeiten verlangen keine schnelle Lesbarkeit. Sie entstehen für die langsame Betrachtung und entfalten ihre Wirkung über Präsenz, Atmosphäre und subtile Verschiebungen in der Wahrnehmung. In einer Zeit permanenter visueller Überreizung verstehe ich sie als bewusste Gegenbewegung: als offene, stille Erfahrungsräume.

Serien Statement - Liminal Fields

 

DIE ARBEITEN DIESER SERIE ENTSTEHEN AUS KONZENTRIERTEM, MEHRSCHICHTIGEM ARBEITEN, IN DEM MATERIAL, LICHT UND WAHRNEHMUNG IN WECHSELWIRKUNG TRETEN. MICH INTERESSIEREN ZUSTÄNDE VON VERDICHTUNG, DRUCK UND SCHWEBE IN BILDRÄUMEN, DIE SICH NICHT EINDEUTIG VERORTEN LASSEN.

DIE BILDER BILDEN ZWISCHENRÄUME, IN DENEN INNEN- UND AUSSENWAHRNEHMUNG INEINANDER ÜBERGEHEN. ERINNERUNGEN, EMPFINDUNGEN ODER INNERE BILDER KÖNNEN DARIN AUFTAUCHEN, OHNE FESTGESCHRIEBEN ZU SEIN. DIESER SCHWEBEZUSTAND DEFINIERT DEN EIGENTLICHEN BILDRAUM

ASSOZIATIONEN AN LANDSCHAFT, KÖRPER ODER KOSMISCHE STRUKTUREN ENTSTEHEN NICHT ALS GEPLANTE MOTIVE, SONDERN ALS RESONANZEN DES MATERIALS UND DES PROZESSES. ENTSCHEIDEND IST DAS SPANNUNGSVERHÄLTNIS ZWISCHEN KONTROLLE UND LOSLASSEN: IMPULSE SETZEN, BEOBACHTEN, EINGREIFEN – UND ZUGLEICH ZULASSEN, DASS DAS BILD EIGENSTÄNDIG ARBEITET.

DIE ARBEITEN VERSTEHEN SICH ALS FELDER ERHÖHTER AUFMERKSAMKEIT, DIE WAHRNEHMUNG ÖFFNEN UND ZEIT BRAUCHEN, UM SICH VOLLSTÄNDIG ZU ENTFALTEN.

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