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Allgemeines Künstlerinnen Statement

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Meine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Materialität, Wahrnehmung und Zeit. Malerei verstehe ich nicht als Abbild oder Darstellung, sondern als einen offenen Prozess, in dem sich Wahrnehmung verdichtet und verschiebt.

Die Werke entstehen in Zuständen konzentrierter Präsenz. Der Malprozess folgt keiner linearen Abfolge, sondern entwickelt sich schichtweise durch Auftrag, Verdichtung, Öffnung und Unterbrechung. Material wird initiiert, jedoch nicht vollständig kontrolliert. Instabilität, Verschiebung und Bruch sind integrale Bestandteile der Arbeit.

Mich interessiert das Bild als Zustand – als Ort, an dem sich Innen- und Außenwahrnehmung überlagern und Orientierung temporär aussetzt. Serien entstehen aus gemeinsamen energetischen Feldern und manifestieren sich in einzelnen Arbeiten als unterschiedliche Setzungen innerhalb eines offenen Systems.

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Serien Statement 

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Diese Serie untersucht Zustände von Verdichtung, Druck und Schwebe innerhalb nicht eindeutig lokalisierbarer Bildräume. Die Arbeiten sind von horizontalen Schichtungen geprägt, in denen sich dunkle Felder, metallische Einschreibungen und offene Zonen gegenseitig durchdringen.

Pigmente und Bindemittel werden nicht als stabile Oberfläche eingesetzt, sondern als bewegliche, reagierende Materie. Schichten lagern sich an, brechen auf oder ziehen sich zurück. Licht erscheint nicht als Quelle, sondern als Residuum innerhalb verdichteter Zonen.

Die Bildräume entziehen sich einer klaren räumlichen oder zeitlichen Verortung. Assoziationen an Landschaft, Körper oder kosmische Strukturen entstehen nicht als Motive, sondern als Resonanzen des Materials. Entscheidend ist der Zustand zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen Stabilität und Auflösung.

Die Arbeiten verstehen sich als Felder erhöhter Wahrnehmung – als Zwischenräume, in denen Orientierung instabil wird und sich Wahrnehmung über Dauer entfaltet.

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